Kurz gefasst

Atomstrom ist nicht mehr gefragt, Kohlestrom auch nicht. Strom wollen wir aber schon noch! Und wieder müssen wir Bauern ´ran: Denn egal ob Biogasanlagen, Windparks oder Solarzellen auf dem Dach: Die Landwirtschaft ist schon lange Stromerzeuger. Und wir Bauern werden auch in Zukunft eine wichtige Rolle hierbei spielen, weil wir mit Mais, Holz und sogar Gülle wichtige Energieträger haben. Und weil wir die Flächen haben, die dafür nötig sind, damit der Strom auch von A nach B kommt. Soll ja schließlich keiner im Dunkeln sitzen!

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Für die, die noch mehr wissen wollen

Was sind Biogasanlagen und wie macht die Landwirtschaft daraus Strom?

Das Thema Biogas spielt eine besondere Rolle in der Landwirtschaft: Die Landwirte „füttern“ die Bakterien in ihrer Biogasanlage mit  Gülle, Mist und pflanzlichen Stoffen, wie Mais und Gras. Gleichzeitig sorgen sie für das richtige „Wohlfühlklima“ der Bakterien in der Biogasanlage, so dass die Bakterien aus ihrem  „Futter“ energetische Gase produzieren. Diese Gase werden dann entweder ins Erdgasnetz eingespeist oder direkt in einem Motor in Strom und Wärme umgewandelt. Die Reste aus der Biogasanlage nutzt der Landwirt dann wieder als Dünger und Humuslieferant auf Acker und Wiese, um neues Futter für seine Tiere oder eben die Bakterien zu erzeugen.

Wer nutzt die auf den Höfen erzeugte Energie?

Viele Bauern nutzen die mit Biogas erzeugt Energie auch für den eigenen Betrieb. Während der Strom weitestgehend verkauft wird, wird die Wärme genutzt, um damit Ställe oder Wohnhäuser zu heizen. Gerne wird die Wärme aber auch mal an das örtliche Schwimmbad, Schulen, Altenheime oder einen Kindergarten abgegeben. Übrigens: in Deutschland kommen 33 % des Stroms und 10 % der Wärme bereits aus erneuerbarer Energie und damit vielleicht vom Bauernhof direkt um die Ecke.

 

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